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Wichtiger Technologietrend: Robotic Process Automation

Repetitive Tätigkeiten. Selten sind sie das Kerngeschäft eines Unternehmens. Selten ist deren Erledigung inspirierend und erbaulich. Daher ist es in unserer durch Technologie getriebenen Gesellschaft nicht überraschend, dass Technologie – in Form der robotergesteuerten Prozessautomatisierung bzw. RPA (Robotic Process Automation) – eine Lösung dafür bietet. 

Was ist RPA?

RPA steht für Robotic Process Automation bzw. robotergesteuerte Prozessautomatisierung und beschreibt eine Technologie, die repetitive Tätigkeiten und regelbasierte Prozesse mithilfe von Algorithmen automatisiert. Tätigkeiten, die zuvor von Menschen manuell erledigt wurden. Häufig sind dies alltägliche Routineaufgaben.  

Trend mit vielversprechender Zukunft

Zahlreiche Marktforschungsunternehmen sehen diese Technologie ausgesprochen positiv. Forrester zufolge hat RPA ihren Wert als betriebliches Instrument zur Realisierung der Unternehmensziele bereits bewiesen. Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat wiederum die voraussichtlichen Umsatzströme ermittelt und erwartet, dass der RPA-Umsatz 2021 weltweit etwa 1,89 Milliarden US-Dollar betragen wird – ein Wachstum von nahezu 20 Prozent gegenüber 2020. Dieses Wachstum wird sich zudem erwartungsgemäß fortsetzen. In den kommenden Jahren wird nämlich ein zweistelliges Wachstum prognostiziert und laut Deloitte nutzen 93 Prozent der Unternehmen 2023 eine Form von RPA.  

Von Arbeitern, über Finanz- und HR-Mitarbeiter zur unternehmensweiten Anwendung

Die Automatisierung begann bei der Arbeiterklasse und verbreitete sich danach im Finanz- und HR-Bereich. Das überrascht nicht, da sich die vielen repetitiven Aufgaben ausgezeichnet zur Automatisierung eignen. Denken Sie dabei an administrative Tätigkeiten wie die Verarbeitung von Rechnungen, die Eingabe von Bestellungen, die Erstellung von Personalakten und Finanzberichten. Dass RPA diesen spezifischen Funktionen vorbehalten ist, wird jedoch bald Vergangenheit sein und in Kürze wird RPA nahezu in der jeder Abteilung eines Unternehmens Einzug finden. Dies scheint ein Segen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen zu sein.   

Vorteile von RPA

Schaut man sich die Vorteile von RPA an, sind diese zweiseitig: für das Unternehmen als Arbeitgeber und den Arbeitnehmer als Ausführenden der Aufgaben. Die Automatisierung verschiedener administrativer, finanzieller und IT-unterstützender Aufgaben bietet nicht nur eine Zeitersparnis und Fehlervermeidung, sondern führt auch dazu, dass sich Mitarbeiter auf andere, erbaulichere Tätigkeiten konzentrieren können, die aktiv zu Kundenzufriedenheit beitragen. Einerseits steigt also die Arbeitszufriedenheit und fühlen sich Mitarbeiter mehr einbezogen, andererseits wird die Effizienz und Verlässlichkeit gesteigert. Mehr Arbeitszufriedenheit ist insbesondere wichtig, da jetzt der Gestaltungsdrang sowie das Leisten von bedeutungsvoller, nützlicher und anspruchsvoller Arbeit als immer wichtiger erfahren wird.

Durch den Wegfall der repetitiven Aufgaben, beispielsweise das Abtippen von Daten oder das Ausfüllen von Formularen, arbeiten die Mitarbeiter konzentrierter und engagierter. Dank RPA können sie sich außerdem auf Tätigkeiten beschränken, in denen sie gut sind und einen Mehrwert schaffen können. Denken Sie dabei an den persönlichen Austauschan Tätigkeiten, bei denen Kreativität und menschliche Erkenntnisse erforderlich sind, sowie strategische Aufgaben. Das menschliche Gehirn wird nicht optimal genutzt, wenn es unbedeutende oder repetitive Aufgaben erledigen soll.  

Darüber hinaus ist die Kontinuität gewährleistet, da RPA rund um die Uhr unterstützt. So können standardisierte, sich wiederholende und Routineprozesse jederzeit durchgeführt werden.  

Die Kosteneinsparung ist ein weiterer Aspekt. Aus einer Studie von Gartner geht hervor, dass die durchschnittliche Anzahl vermeidbarer Nacharbeit in der Buchhaltung bis zu 30 Prozent der Gesamtzeit eines Vollzeitmitarbeiters in Anspruch nehmen kann. Dies entspricht einer Einsparung von 25.000 Stunden jährlich bei einer 40-stündigen Arbeitswoche. 

RPA und KI

Neben dem weiteren Wachstum von RPA wird auch die Verzahnung mit komplementären Technologien zunehmen. Künstliche Intelligenz ist eine davon. Durch die Ergänzung von RPA-Lösungen um KI können weitere Verbesserungen und somit eine noch größere Effizienz und Genauigkeit erzielt werden. Insbesondere bietet dies jedoch Möglichkeiten zur Automatisierung komplexerer Aufgaben. 

Was können wir sonst noch erwarten?

Da die Technologie in Umfang und Reichweite zunimmt und von weiteren Unternehmensteilen eingesetzt werden wird, erhält sie Zugriff auf weitere Systeme und Daten. Dies erfordert eine gute Unternehmensstrategie für Themen wie Sicherheit und Datenschutz, um Vorfälle wie Datenlecks zu verhindern. Zudem wird RPA as a Service (RPAaaS) Mainstream und RPA in den kommenden Jahren in verschiedene Innovationen integriert werden, beispielsweise Blockchain und Advanced Data Analytics, um den Automatisierungsgrad weiter zu steigern. 

Microsoft Power Automate

Je mehr die Branche expandiert, desto mehr RPA-Lösungen werden verfügbar sein. Seit 2017 inventarisiert Forrester den internationalen RPA-Markt und bewertet die wichtigsten Anbieter. In der Vergleichsstudie The Forrester Wave™: Robotic Process Automation, Q1 2021 wurde Microsoft zum „Leader“ ernannt. Das Technologieunternehmen aus Redmond verdoppelte letztes Jahr seine Investitionen in RPA durch die Übernahme von Softomotive, die allgemeine Verfügbarkeit des Microsoft Power Automate Desktop und durch die kostenlose Bereitstellung dieses Desktops für Windows-10-Nutzer. Mit Microsoft Power Automate, einer cloudbasierten Software, die Teil der Microsoft Power Platform ist, können Aufgaben automatisiert und Workflows erstellt werden.  

Microsoft führt fünf Gründe an, warum sich Kunden für Power Automate entscheiden: 
1. Sie können von einer einzigen cloudbasierten Automatisierungsplattform profitieren.
2. Sie ist benutzerfreundlich und der Einstieg ist leicht. Dank Low-Code-RPA können alle – unabhängig von der technischen Erfahrung – mit der Automatisierung beginnen. 
3. Dank der Integration mit Cloud-Flows können Kunden mehr als 400 Connectors für den Zugriff auf Anwendungen und Dienste Dritter einsetzen. 
4. Der AI Builder zur Erstellung solider KI-Lösungen. 
5. Sie können ihre Produktivität durch Process-Mining steigern.
 

Wie schaffen Sie den RPA-Einstieg?

Die Entscheidung kann für Unternehmen, die automatisieren und RPA einsetzen möchten, komplex sein. Ein nuanciertes technisches Verständnis ist nämlich erforderlich, das Angebot der Anbieter ist vielfältig und jedes Unternehmen hat eigene spezifische Ziele. Während des Macaw RPA in a Day Workshops erfahren Sie alles über Prozessautomatisierung und wie Sie dies am besten mithilfe von Microsoft Power Automate realisieren können.  

 Unsere Fachleute helfen Ihnen gerne bei der Erarbeitung einer wertvollen Automatisierungs- und Optimierungsstrategie sowie beim Aufsetzen einer modernen RPA-Lösung, um Kosten und Zeit zu sparen und Ihre Talente zu halten.  

Sind Sie interessiert? Melden Sie sich jetzt für unseren Workshop an oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. 

 

 

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