Welche Technologietrends sind für 2018 zu erwarten?

Welche Technologietrends sind für 2018 zu erwarten? Das sollten Sie wissen.

Was ist Ihre Herausforderung im Jahr 2018? Laut Marktanalysten wird 2018 ein Jahr der technologischen Innovation – von der DSGVO bis hin zu persönlichen Kundenerlebnissen und Blockchain. Aber obwohl der Fortschritt Chancen bietet, werden Unternehmen in diesem Jahr dadurch auch vor verschiedene Herausforderungen gestellt. In diesem Blog-Post gehe ich näher die fünf Technologietrends mit den größten Auswirkungen in diesem Kalenderjahr ein und erkläre, was sie für Ihr Unternehmen bedeuten.

1. Gewinner oder Verlierer? Im Jahr 2018 macht CX den Unterschied aus

Mit der wachsenden Wirtschaft wird auch der Wettbewerb immer härter. Neue Marktteilnehmer überschwemmen diverse Märkte und versuchen aggressiv, ihren Marktanteil zu vergrößern. In Bezug auf Flexibilität und Manövrierfähigkeit sind sie den bisherigen Marktteilnehmern gegenüber im Vorteil. Letztere werden daher alles daran setzen müssen, ihre bestehenden Kunden zu halten. Eine gute Customer Experience (CX) ist im Jahr 2018 entscheidend. Schließlich kostet es viel weniger Energie, Bestandskunden auf der Basis einer guten Erfahrung zu halten als Neukunden zu gewinnen. In dieser Hinsicht ist es beunruhigend zu sehen, dass Forrester eine abnehmende Konzentration auf CX erwartet. Nach Angaben des Marktforschers wird dies dazu führen, dass 30 % der Unternehmen in diesem Jahr eine schlechtere Kundenerfahrung bieten werden. Was wird 2018 Ihrem Unternehmen bringen? Nach oben oder nach unten? Intelligente Gewinner unterscheiden sich in diesem Jahr durch Investitionen in CX von den Verlierern. Dabei ließe sich an den intelligenten Einsatz von CRM-, Daten- und Marketing-Technologien denken. Nicht nur, um Kundenbedürfnisse analysieren zu können, sondern auch, um sie prognostizieren und antizipieren zu können. So lässt sich ein Verkaufs- und Marketingtrichter aufbauen, der den Kunden eine gute Erfahrung bietet und die Kundenbindung sowie Cross- und Upselling steigert.

2. Digitale Transformation wird zur Angelegenheit für die gesamte Führungsetage

Wie ist es um die digitalen Ambitionen Ihres Unternehmens bestellt? Nicht unwahrscheinlich, dass Sie noch nicht so weit sind, wie sie es sich eigentlich wünschen – zumindest, wenn wir den Zahlen der verschiedenen Marktanalysten vertrauen dürfen. Laut IDC befinden sich derzeit 59 Prozent der Befragten in einer digitalen Pattsituation. Damit liegt IDC nahe an der Position des Branchenkollegen Forrester. Der Analyst stellt fest, dass sechs von zehn Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation hinterherhinken. Laut Forrester gefährdet der digitale Rückstand bei 20 % sogar die Existenz des Unternehmens. Denn die digitale Transformation ist längst kein überflüssiger Luxus mehr, sondern unabdingbar, um die oben genannte persönliche Kundenerfahrung bieten zu können. Das bedeutet, dass das Thema schon lange nicht mehr in der alleinigen Verantwortung des CIO liegt. Im Gegenteil: Es ist wichtig, dass auch der CMO und sogar der CEO die digitale Transformation ganz oben auf die eigene Prioritätenliste setzen.

3. Einhaltung der DSGVO oder nicht?

Das Ende der Umsetzungsfrist für die strengen Anforderungen der DSGVO nähert sich rasch. Ab Mai 2018 müssen Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten, die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung, wie die neue europäische Datenschutzverordnung auf Deutsch heißt, erfüllen. Da die DSGVO-Umsetzungsfrist natürlich nicht aus dem Nichts kommt, ist es frappant, dass Forrester davon ausgeht, dass bis dahin etwa 80 Prozent der Wirtschaft dazu nicht in der Lage sein werden. Noch bemerkenswerter ist, dass es sich in der Hälfte der Fälle, in denen die Vorschriften nicht eingehalten werden, um ein bewusstes Risiko handelt, bei dem die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften gegen das Risiko einer hohen Geldbuße abgewogen werden. Was hier offenbar übersehen wird, ist der Schneeballeffekt, der entsteht, wenn die ersten Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Beispielsweise, weil sie nicht in der Lage sind, der Inanspruchnahme des „Rechts, vergessen zu werden“ nachzukommen. Wenn der Umfang, in dem Unternehmen nicht ausreichend auf die DSGVO vorbereitet sind, bekannt werden sollte, bestehe zweifellos die Gefahr, dass Verbraucherschutzgruppen dies als Ermutigung für weitere Anträge betrachteten, so die Warnung von Forrester. Erfüllt Ihr Unternehmen, ob absichtlich oder nicht, noch nicht den Anforderungen der DSGVO? Glücklicherweise ist es noch nicht zu spät, dies bis Mai 2018 zu ändern. Führen Sie das Online-DSGVO-Assessment durch und schauen Sie sich dieses Webinar an, um Inspiration für eine Reihe von intelligenten Workarounds zu erhalten.

4. Blockchain unaufhaltsam auf Vormarsch

Über Blockchain wurde bereits viel gesagt und gesprochen. Aber in vielen Fällen ging es dabei nicht um das wahre Potenzial dieser Technologie. Im Jahr 2017 wurden viele der Möglichkeiten, die Blockchain bietet, entweder übersehen, weil dabei Bitcoin und andere Kryptowährungen zu sehr im Vordergrund standen, oder sie wurden von etwas zu enthusiastischen Marketern stark überschätzt. Laut Forrester liefen 2017 rund 80 Prozent der Blockchain-Projekte auf eine Enttäuschung hinaus. Aber die Tatsache, dass viele Menschen sich im vergangenen Jahr falsche Vorstellungen davon gemacht haben, bedeutet natürlich nicht, dass man die potenziellen Möglichkeiten von Blockchain unterschätzen sollte. Mit dieser Technologie wird es möglich, eine Liste von Transaktionen und Informationen in einem digitalen Hauptbuch zu speichern, das kaum zu hacken ist und über das Netz der Benutzer kontrolliert werden kann. Im Kern besitzt Blockchain das Potenzial, Unternehmen intelligente Transaktionen durchführen zu lassen, ohne Banken, Anwälte oder Notare in Anspruch nehmen zu müssen. Daher wird für 2018 auch erwartet, dass Blockchain allmählich reifer wird. Obwohl viele Unternehmen noch zu hohe Erwartungen haben werden, dürfte die Zahl der erfolgreichen Projekte laut Forrester um die Hälfte steigen. Und Forrester ist nicht der Einzige, der für Blockchain im Jahr 2018 vorsichtig positive Erwartungen äußert. Gartner hat die Technologie sogar in seine Liste strategischer Technologietrends für dieses Jahr aufgenommen.

5. Endlich Deutlichkeit über KI

Im Bestreben, die vorgenannte Benutzererfahrung zu verbessern, kann Künstliche Intelligenz (KI) bei der Datenanalyse eine wichtige Rolle spielen. Laut Gartner kann es jedoch noch zwei bis fünf Jahre dauern, bis der Einsatz von KI in großem Umfang Früchte trägt. In vielen Fällen ist die Investition in künstliche Intelligenz eine langfristige Investition, und genau aus diesem Grund sind laut Forrester im Jahr 2017 viele Unternehmen erneut gescheitert. Sie konzentrierten sich zu sehr auf einen direkten RoI, was zu enttäuschenden Ergebnissen führte. Und obwohl Forrester davon ausgeht, dass 75 Prozent der KI-Investitionen auch im Jahr 2018 weniger einbringen werden als erhofft, geht der Marktanalyst davon aus, dass die Unternehmen in diesem Jahr erkennen, wo der Schuh drückt. 2018 wird daher das Jahr, in dem Manager ihre Investitionen in KI überprüfen und ihrem Unternehmen helfen, letzten Endes die richtigen Ergebnisse zu erzielen.

Herausforderung angenommen

Alles in allem können es sich Unternehmen in diesem Jahr nicht leisten, stillzusitzen. Innovation zu ignorieren ist keine Option und 2018 kann ohne weiteres das Jahr sein, in dem die richtigen Investitionen den langfristigen Erfolg bestimmen können. Im gleichen Moment ist es genauso wichtig, kritisch zu bleiben und in das zu investieren, was für die Unternehmen von Vorteil sein kann. Eine Herausforderung? Zweifellos. Aber eine Herausforderung, die mit Chancen verbunden ist. Darüber hinaus sind es gerade die Herausforderungen, die unsere Arbeit so reizvoll machen. Deswegen würde ich sagen: Nicht fackeln – Herausforderung angenommen! Autor: William van der Pijl, CEO

Rob Gerichhausen

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